Isigami Leuchtturm


Leuchtturm

Als Leuchtturm wird ein Turm bezeichnet, der ein Leuchtfeuer trägt. Leuchttürme stehen an für die Navigation wichtigen Punkten oder an gefährlichen Stellen, wo sie der Schifffahrt auch nachts als weithin sichtbares Seezeichen dienen.
Durch ihre Lichtsignale (Leuchtfeuer) weisen Leuchttürme Schiffen den Weg und ermöglichen so die Navigation und das Umfahren gefährlicher Stellen im Gewässer.
Im übertragenen Sinn (Metapher) wird als Leuchtturm oder Leuchtfeuer oft bezeichnet, was weithin sichtbar ist und von dem eine bedeutsame Wirkung oder Vorbildfunktion ausgeht (Leuchtturmprojekt).


Funktionen und Technik von Leuchttürmen


Es lassen sich mehrere grundsätzliche Funktionen unterscheiden:
Navigationshilfe zur genauen Positionsbestimmung auf See
Warnung vor Untiefen (Riffe, Sandbänke)
Fahrwasser-Markierungen durch Farbfilter und feste bzw. bewegliche Blenden, die in Richtung der Fahrrinne ein farbiges oder rhythmisch blinkendes Signal zeigen. Die entsprechenden Sektoren und Blinkfrequenzen sind in den Seekarten angegeben. Bei engen Fahrrinnen werden auch Richtfeuer verwendet.
Als Leuchtfeueroptik werden seit etwa 1820 Fresnel-Linsen verwendet (nach Augustin Jean Fresnel), die eine kompakte Bauform, ein relativ geringes Gewicht und eine hohe Lichtausbeute haben.
Das Drehlinsensystem hat mehrere (bis zu 20) Sektoren und Brennweiten bis etwa 70 Zentimeter. Jeder Turm hat seine kennzeichnende Umdrehungszeit und Blinkart („Wiederkehr“ und Kennung). Sie werden für jedes Revier periodisch im Leuchtfeuerverzeichnis veröffentlicht.
Die Bauweise der Leuchttürme ist sehr vielfältig. Neben Metall, Holz, Beton- und Steintürmen gibt es auch Rohr- und mastartige Konstruktionen. Lichtanlage und Optik sitzen bei größeren Bauten zumeist im sogenannten Lampenhaus (in der Laterne). Früher gab es auch Funkfeuer nach ähnlichem Prinzip: Funkstrahlen mit festgelegten Kennungen, die als Dreh- und Richtfunkfeuer einsetzbar waren. Heute ist diese Bezeichnung fast gänzlich auf die Funkstationen der Luftfahrt übergegangen.
Bis in das späte 20. Jahrhundert waren in der Nord- und Ostsee, wo die Errichtung von Leuchttürmen nicht möglich war, zahlreiche Feuerschiffe positioniert, mit Leuchtfeuern in bis zu 45 Metern Höhe. Heute werden von der Deutschen Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nur noch zwei Feuerschiffspositionen unterhalten.